Die Geschichte der Postalm

Das größte Almgebiet Österreichs

im Wandel der Zeit.

Dieses größte Almengebiet Österreichs war bis vor 300 Jahren ein riesiges Waldgebiet. Damals nämlich, als die Waldbestände in den Tälern durch den großen Sud und Pölzholz Bedarf der Salzkammergut Salinen zur Neige gingen, wurde auf der Postalm mit der Holzgewinnung begonnen. 

​Der ursprüngliche Name des Almgebietes geht zurück auf die seit 1862 sogenannte  "Tillalm" oder "Holzalm", wobei der jetzige Name aus der K & K Kaiserzeit stammt, als Bad Ischl noch die Sommerresidenz des Österreichischen Kaisers war und es dort auch eine bedeutende Poststelle mit vielen Postkutschen und einer großen Anzahl von Pferden gab. Im Sommer wurde ein Teil dieser Pferde zur "Sommererholung" auf diese Alm gebracht und so ergab sich dann der Name "POST ALM".

Die Abtenauer Bergbauern, durch die hohe Lage ihrer Gehöfte und Weiden sehr eingeschränkt in der Bewirtschaftung, nützten das neu gewonnene Weideland und die Postalm wurde nicht mehr aufgeforstet. In der Folge entwickelte sich die Postalm zum größten zusammenhängenden Almengebiet Österreichs, auf der bis zu 100 Personen in der Sennerei, als Alm Pfleger und Hüter beschäftigt waren. 

 

Ab den 1950er Jahren ging die Bewirtschaftung der Almen stark zurück, ein Aufgeben der Almwirtschaft konnte jedoch durch die Errichtung von Mautstraßen, im Jahre 1970 von Strobler Seite und im Jahre 1987 von Abtenauer Seite verhindert werden. Heute werden die Almen nach wie vor bewirtschaftet und es finden jährlich bis zu 2000 Rinder, Pferde und Schafe ihre Sommerweide. 

Die mit viel Gefühl in die Landschaft eingefügte Bergstraße und die dem Gebiet angepassten Gasthöfe sind zum attraktiven Erholungsbestandteil geworden. Die Postalm ist gewachsen, und wie unsere Vorfahren haben wir die Aufgabe dieses Erbe zu erhalten und es in einem gesunden Zustand der nächsten Generation zu übergeben.

Im Sommer stehen Wanderwege, zum Beispiel ein Almblumen Pfad zur Verfügung. Auch Mountainbiken ist in der warmen Jahreszeit eine beliebte Aktivität. Am nördlichen Rand der Postalm kann man bis zum Wolfgangsee und Schafberg sehen

Das Gebiet ist auch als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen (LSG38; 1406,99 ha, in Strobl und Abtenau).

 

 

Von der Vergangenheit in die Postalm Zukunft

Auf der Postalm, hat das Immer größer und Immer schneller  der Wintersport Industrie nicht Einzug gehalten und das Skigebiet hat etliche Modernisierungswellen an sich vorbeiziehen lassen.

Das rattern der Schleppliftbügel ist hier nicht in Vergessenheit geraten. Zum Glück!

Dabei ist es ein noch grösseres Glück, dass es dieses feine Skigebiet auf der Postalm überhaupt noch gibt!

 

Nachdem Anfang der 70er Jahre der "Postalm Pionier Günther Berndt" mit seiner Familie und einer Hand voll Mitarbeitern die ersten Lifte errichtete und die Postalm so für den Wintersport erschloss und viele Jahre erfolgreich betrieb und wo in der Folge unzählige einheimische und auswärtige Kinder das Schifahren erlernten, schien Ende der 1990er bzw Anfang der 2000er die Luft draußen zu sein und es ging mit der "Postalm Liftgesellschaft", nicht zuletzt durch "Hausgemachte", Betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten und die immer stärker werdende Konkurrenz in der näheren Umgebung stetig bergab. Auch mehrere Besitzerwechsel mit angekündigtem, schlussendlich aber gescheiterten  "Neustarts", konnten diese Entwicklung nicht stoppen. 

Schließlich stand Anfang 2017 der Konkurs und der Abbau sämtlicher Anlagen so gut wie fest ehe sich die beiden Postalm Fans, der Linzer Betriebswirt Mag. Linus Pilar und der Wiener Rechtsanwalt mit "Ischler Wurzeln", Dr. Michael Proksch in letzter Minute entschlossen die vor dem Konkurs stehende Wintersport Perle zu übernehmen und wieder in die richtige Spur zu bringen.

Die Lifte sind so, wie sie immer waren. Es gibt keine großen Hotels, keine Après-Ski-Discos und kein Ballermann Ambiente und auch wenn es durchaus nichts außergewöhnliches ist, das man hier Den bzw Die eine/n oder andere/n "Prominente/n" antrifft, ist die Postalm zum Glück von den Auswüchsen einer "It-Location" verschont geblieben. 

 

Man kann sich im Liegestuhl gemütlich in die Sonne setzen und den Ausblick in die grandiose Natur, oder auf die wie in einer "Arena" angeordneten Hänge genießen, auf denen Anfänger, wie auch Fortgeschrittene ihre Spuren in den Schnee ziehen.

 

Auf der Postalm sind vor allem Familien mit Kindern jeden Alters gut aufgehoben und jeder in der Familie kann das tun, was ihm Spaß macht. Die Alpin Schifahrer finden ein kleines, aber umso feineres Schigebiet vor in dem die Kleinsten auch mal alleine ihre Runden im Fun Park drehen oder in der Schischule die ersten Kurven auf zwei Brettln erlernen, oder auch mal alleine im Schnee tollen können, ohne gleich verloren zu gehen

Zwischendurch gibt es in den verschiedenen Hütten, Einkehrmöglichkeiten um auf schönen Sonnenplatzerln zu rasten um sich mit Hausmannskost. und Mehlspeisen, für weitere sportliche Herausforderungen zu stärken,

Die Postalm macht Spaß und verleitet zum Entspannen gleichermaßen. Deshalb ist sie auch bei  Spaziergängern, Schneeschuh Wanderern und Rodlern sehr beliebt. 

Zudem werden die insgesamt 25 Loipen Kilometer bestens gepflegt und durchgehend für Klassiker und Skater gespurt, 

Nach Piste, Loipe oder freien Hängen kehrt man ein, sitzt gemütlich zusammen. Wer Glück hat, muss nicht mehr hinunter und kann oben übernachten. Die entschleunigte Winterwelt wartet in klaren Nächten mit einem Sensationssternenhimmel und tut das Übrige dazu um einfach nur den Winter wie er früher einmal war zu genießen.

(Quelle: w_Design, wikipedia, "Claudia Lagler - Die Presse", 2018,  Adele Sungler, Salzburg Wiki

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